Aktuelles / News

Montag, 14. Mai 2012

Kinderarbeit in Deutschland

Noch bis in die 1860er Jahre war Kinderarbeit in Deutschland gang und gäbe, wie die Badische Zeitung anlässlich einer Veranstaltung im Wiesentäler Textilmuseum berichtet. In der Textilindustrie lag der Anteil der arbeitenden Kinder (9-13 Jährigen) bei teils über 50%. Um die Gesundheit der Kinder war es schlecht bestellt und die Sterberate war hoch. “Die Füße sind angeschwollen, das ganze Aussehen der Kinder ist blass, besonders die Mädchen sehen aufgedunsen und blutleer aus, gar viele sind mit rheumatischen Leiden behaftet.” Erst die Sorge um die gesundheitliche Verfassung der Wehrpflichtigen ließ Preußen gesetzlich gegen die Kinderarbeit in Deutschland vorgehen. Aber aus der Industrie gab es Widerstand; erst Ende des 19. Jarhunderts war Kinderarbeit in ganz Deutschland verboten.

Siehe auch: “Besonders die Mädchen sehen blutleer aus…”


Montag, 7. Mai 2012

IG BAU unterstützt Vorstoß gegen Grabsteine aus Kinderhand

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert, Steine aus Kinderhand in ganz Deutschland zu verbieten. „Das Beispiel aus Baden-Württemberg sollte auch in anderen Ländern Schule machen“, sagte der stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers. [...]

Siehe auch: Pressemitteilung vom 07.05.2012


Freitag, 4. Mai 2012

Natursteine ohne Kinderarbeit demnächst auch in Lünen?

Auf den neun konfessionellen und städtischen Friedhöfen in Lünen sollen demnächst nur noch fair gehandelte Grabsteine aus Indien oder China aufgestellt werden. Der Blick wird dabei auf die Arbeitsbedignungen insgesamt gerichtet: „Wir haben gelernt, dass wir uns nicht einzig auf die ausbeuterische Kinderarbeit fokussieren können, es geht um unmenschliche Arbeitsbedingungen, um Gesundheitsgefährdung, und darum, dass ganze Familien in Schuldknechtschaft leben und bis zum Vierjährigen alle in den Steinbrüche müssen“, sagt Gerd Plobner von der Werkstatt Ökumene Eine Welt. Mit einer Ausstellung im Juni soll die Öffentlichkeit weiter für das Thema sensibilisiert werden.

Siehe auch: Der Westen


Montag, 30. April 2012

BaWü: Keine Grabsteine aus Kinderarbeit

SPD und Grüne wollen es den Kommunen in Baden-Württemberg ermöglichen, Grabsteine aus Kinderarbeit zu verbieten. Noch vor der Sommerpause soll ein entsprechender Gesetzesentwurf ins Landesparlament eingebracht werden. Einzelne Kommunen wie Freiburg i. Br. haben schon signalisiert, dass sie von der Möglichkeit Gebrauch machen wollen.

siehe auch: Stuttgarter Nachrichten


Freitag, 20. April 2012

München verlangt unabhängige Zertifikate bei öffentlicher Beschaffung

Die Stadt München hat durch Ratsbeschluss die Vergabeordnung geändert (wir berichteten). Bei Natursteinen muss nun angegeben werden, ob diese aus Lateinamerika, Asien oder Afrika stammen. In diesem Fall muss der Händler durch ein unabhängiges Zertifikat belegen, dass die Natursteine ohne Kinderarbeit produziert wurden. Auf unserer Seite “Öffentliche Beschaffung” haben wir die Erklärung aufgenommen, die ein Händler bei der Angebotsabgabe in München machen muss.

Siehe auch: Öffentliche Beschaffung


Mittwoch, 11. April 2012

Bericht unseres Nordindien-Inspektors

In Fortsetzung des Berichtes über die Ermordung zweier Polizei-Offiziere bei Kontrollen illegaler Steinbrüche informiert unser Inspektor weiter:

Last months from January to March it was very challenging for the inspections of XertifiX, because many questions were raised about illegal mining, also in the Indian Parliament after the incidents of the police officer murder. This development made some quarry owners suspicious of any kind of control.

Besides these adverse circumstances the priority work of inspections was uninterruptedly and successfully done. More needy children were identified, withdrawn from child labour and were supported with dress and were admitted in the Govt. Primary Schools of Boondi, Parana, Budhpura (Rajasthan) and Shivpuri (Madhya Pradesh).

Other 68 children of Migrant Labours who are deprived from the Right to Education are planned to avail them their Right to Education (RTE) within the forth coming three months. In spite of limited resources of XertifiX we were successful to have a close touch amongst nearly 1000 of children of mining workers.

Mining workers and their families were told about the social evils like child labour, bonded labour, child and human trafficking etc. and the benefits of Self Help Groups, Womens Rights, Right to Education, so that they may unite and come forward to get benefited and compel the owners to fulfill their Corporate Social Responsibility. Moreover, exporters, mining workers, administrative officials and government bodies were made aware about the working of XertifiX.


Mittwoch, 4. April 2012

Grabholz spendet 500 Euro an XertifiX

Grabholz ist ein Zusammenschluss von Händlern, die aus dem Naturstoff Holz Grabmale anbieten. Holz hat den Vorteil, dass es sich um ein ethisch sauberes und der Nachhaltigkeit verpflichtetes Produkt aus heimischer Fertigung handelt. Grabholz unterstützt das Anliegen von XertifiX und spendet daher regelmäßig für Sozialprojekte.

Mehr Informationen: Grabholz


Freitag, 30. März 2012

Grünen-Antrag: Grenzach-Wyhlen soll in Zukunft Zertifikate verlangen

Die Grünenfraktion hat im Gemeinderat von Grenzach-Wyhlen den Antrag gestellt, dass in Zukunft bei der Beschaffung von Natursteinen oder Textilien ein Zertifikat verlangt wird.

Siehe auch: Grüne wollen nur noch zertifizierte Steine


Mittwoch, 28. März 2012

Tauberbischofsheim: Keine Steine aus Kinderarbeit

Der Verein Partnerschaft Dritte Welt fordert, dass bei der geplanten Neugestaltung der Innenstadt ausschließlich Natursteine aus der Region oder zertifizierte Natursteine verwendet werden.
Dank dieser Initiative des Vereins, besteht die Chance, dass in Tauberbischofsheim alle entscheidenden Akteure über die Problematik informiert sind und auch rechtzeitig die nötigen Schritte einleiten können, Natursteine aus Kinderarbeit zu vermeiden.

Siehe auch: Keine Steine aus Kinderarbeit


Montag, 26. März 2012

Bericht über die Arbeit von XertifiX auf Spiegel Online

“Hammer und Meißel statt Füller und Schulheft: Tausende Kinder in Indien klopfen täglich unter extremen Bedingungen Pflastersteine zurecht.” Der Journalist Johannes Pennekamp deckt in seiner Reportage in der indischen Natursteinproduktion erschreckende Zustände auf. Was viele hierzulande immer noch nicht wissen: Indische Natursteine können durch Kinder produziert worden sein. Damit ist nicht die gesamte indische Branche unter Generalverdacht, es gibt auch Händler und Produzenten, die mit Kinderarbeit nichts zu tun haben wollen. Aber die sind für den Käufer in Deutschland nur schwer zu erkennen. Daher gilt nach wie vor: Wer Kinderarbeit bei indischen Natursteinen ausschließen will, sollte ein unabhängiges Zertifikat fordern. Bei einem solchen Zertifikat kommt es darauf an, dass nicht nur in den Fabriken, sondern auch in den Steinbrüchen unangekündigt und unabhängig kontrolliert wird.

siehe auch: Die Spur der Steine


XertifiX e.V.
Haslacher Str. 43
79115 Freiburg
Germany

Tel: +49 - (0)761 - 7677-694
Fax: +49 - (0)761 - 7677-699
Web: www.XertifiX.de
Email: info@xertifix.de