Aktuelles / News

Donnerstag, 29. September 2011

Bildung statt Kinderarbeit: Eine neue Stiftung der GEW

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die seit diesem Jahr Mitglied von XertifiX ist, will mit ihrer Stiftung Fair Childhood dem Verbot von Kinderarbeit Geltung verschaffen. Neben der Bildungsarbeit in Deutschland in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen sollen in den Ländern des Südens Projekte initiiert und gefördert werden, die zur Befreiung von Kinderarbeitern und zu deren Schulbildung führen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat über 260.000 Mitglieder, die in Schulen, Kindertagesstätten, Hochschulen und anderen pädagogischen Einrichtungen tätig sind.

siehe auch: Stiftung Fair Childhood
siehe auch: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft


Sonntag, 18. September 2011

IG BAU fordert konsequenten Kampf gegen Kinderarbeit in Steinbrüchen

Anlässlich des Weltkindertags hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt an die Kommunen in Deutschland appelliert, beim Kauf von Natursteinen stärker auf die Herkunft der Materialien zu achten. Selbstauskünfte der Hersteller reichen hier einfach nicht aus. Nur mit einem unabhängigen Gütesiegel können die Kommunen auf Nummer sicher gehen.
Hintergrund der Forderung: In vielen – insbesondere indischen – Steinbrüchen werden Kinder unter sklavenähnlichen Zuständen ausgebeutet. Und die dort hergestellten Natursteine werden anschließend auf deutschen Baustellen verarbeitet. Damit soll nun Schluss sein, meint die Baugewerkschaft. Kinderarbeit ist, so die IG BAU, nach wie vor ein weltweites Problem. Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) werden weltweit 215 Millionen Kinder zwischen fünf und 14 Jahren als „Kinderarbeiter“ ausgebeutet. Steine aus Kinderarbeit seien in Deutschland zwar konkurrenzlos billig. Aber der Preis dürfe nicht das einzige Kriterium bei der Auftragsvergabe sein.

siehe unter anderem: News aus der Metropolregion Rhein-Neckar


Donnerstag, 15. September 2011

Sieger des JUGEND HILFT! Wettbewerbs: Lutherix für XertifiX

Die Initiative Lutherix für XertifiX ist Sieger bei JUGEND HILFT! Seit vier Jahren engagieren sich Jugendliche der evangelischen Luthergemeinde in Spandau für Kinder in Indien. Zu dem Zweck basteln sie Schmuck, gießen Seifen, gestalten Einkaufstaschen und verkaufen ihre großen und kleinen Kunstwerke. Die Einnahmen spenden sie ihrem Anliegen: den Kindern in indischen Steinbrüchen. So kamen über 15.000 € zusammen! Im Oktober 2011 werden die Jugendlichen der evangelischen Luthergemeinde nach Indien reisen und sich selbst ein Bild über die Lage in dem Steinbruch in Indien machen, in dem sie mit ihrem Geld geholfen haben.
siehe auch: JUGEND HILFT!
siehe auch: Laudatio von Katrin Göring-Eckardt


Montag, 12. September 2011

Ausstellung in Dortmund: “Kinderarbeit: Schuften statt Schule”

In vielen Teilen der Welt gibt es auch heute noch Kinderarbeit. So müssen weltweit etwa 250 Millionen Kinder in Steinbrüchen, in der Teppich- und Textilindustrie, in der Landwirtschaft oder in anderen Bereichen arbeiten. Die Kinder haben oft keine Wahl, wissen nichts von ihren Rechten und werden schamlos ausgebeutet. Mit der Ausstellung „Kinderarbeit: Schuften statt Schule“ macht das Hilfswerk MISEREOR gemeinsam mit dem Netzwerk „Faire Kulturhauptstadt Ruhr.2010“ darauf aufmerksam.
Ort: Museum für Kunst und Kulturgeschichte


Freitag, 2. September 2011

XertifiX hat neue Vorsitzende und neuen Schirmherrn

Am 2. September wurde die DGB-Vize Frau Ingrid Sehrbrock als Vorsitzende von XertifiX gewählt. Der bisherige Vorsitzende, Dr. Norbert Blüm, übernimmt zukünftig die Schirmherrschaft von XertifiX. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Frau Sehrbrock.
Ingrid Sehrbrock (Bild: DGB/Steinle)


Dienstag, 30. August 2011

Private Nachfrage nach fairen Natursteinen steigt…

…noch immer wenig Interesse bei öffentlicher Beschaffung

Am 30. August besuchen die Bundestagsabgeordneten Peter Weiß und Ingo Wellenreuther, sowie Bundesgeschäftsführer der CDA, Dr. Markus Gloe, die Firma Seib Natursteine in Karlsruhe. Hintergrund sind die teils noch immer katastrophalen Arbeitsbedingungen in indischen Steinbrüchen und die Frage, was die Politik hier tun kann.

Seib erläutert, dass bei Privatkunden das Interesse merklich ansteigt und mittlerweile rund die Hälfte der Kunden nach zertifizierten Natursteinen fragt. Bei öffentlichen Ausschreibungen stellt sich die Situation etwas anders da: Auch wenn viele Kommunen fair beschaffen wollen, so akzeptieren die meisten noch immer sogenannte Selbsterklärungen der Händler. Bei den geringen Gewinnmargen bei öffentlichen Ausschreibungen schlagen sich damit die eigentlich nur geringen Mehrkosten für die Zertifizierung negativ nieder und die sauberen Natursteine sind nicht mehr wettbewerbsfähig. Hier ist die Politik gefragt, dem endlich einen Riegel vorzuschieben.

Die Firma Seib ist seit 2007 Lizenznehmer von XertifiX.

v.links: Rainer Seib, Peter Weiß, Ingo Wellenreuther, Dr. Markus Gloe


Montag, 15. August 2011

Schüler in Gaggenau spenden 510 Euro für indische Schulkinder

In Gaggenau haben 2 Schulklassen des Goethe-Gymnasiums durch Kuchenverkauf und Spenden Geld für indische Kinder in Steinbrüchen gesammelt. Angeregt durch Reportagen zum Thema Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen und durch die Behandlung des Themas im Religionsunterricht haben die Schüler ein großes Engagement gezeigt und insgesamt über 500 Euro gesammelt. Dieses Geld wird den Kindern von Steinbrucharbeitern direkt in Form von Schulkleidung und Schulmaterial zugutekommen.

siehe auch: Zeitungsartikel Badische Neueste Nachrichten


Donnerstag, 21. Juli 2011

Webseite „Grabsteine ohne ausbeuterische Kinderarbeit“ gestartet

Über Grabsteine und Grabeinfassungen, die ohne den Einsatz ausbeuterischer Kinderarbeit hergestellt wurden, informiert das Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V. auf der Webseite www.fairegrabsteine.de.


Montag, 13. Juni 2011

Internationale Initiative gegen Kinderarbeit gefordert

Das katholische Entwicklungshilfswerk MISEREOR und Xertifix e.V. fordern die Bundesregierung auf, sich für international rechtsverbindliche Mechanismen gegen Kinderarbeit einzusetzen. “Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit können bei uns ungehemmt konsumiert werden. Das muss sich ändern!”, fordert MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Josef Sayer. “Es muss international verbindliche Maßnahmen geben! Ein bundesgesetzlich untermauertes Importverbot für Waren aus ausbeuterischer Kinderarbeit würde hierbei ein wichtiges Signal setzen!”

siehe auch: Pressemitteilung


Sonntag, 12. Juni 2011

Öffentliche Beschaffung: Beim Natursteinkauf das Verbot von Kinderarbeit beachten

Noch immer werden in Indien Natursteine durch Kinderarbeit produziert und nach Deutschland exportiert. Es reicht es nicht aus, wenn sich in der öffentlichen Beschaffung die Kommunen mit Selbstauskünften der Händler zufrieden geben. Die Behauptung, dass die Natursteine in Indien ohne Kinderarbeit produziert werden, ist nicht nachprüfbar. Es ist daher notwendig, dass die Kommunen ein Zertifikat als Nachweis über die Freiheit von Kinderarbeit fordern. Eine Liste von Zertifikaten hat das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit im Internet unter www.kompass-nachhaltigkeit.de veröffentlicht.

siehe auch: Pressemitteilung


XertifiX e.V.
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