Sozialprojekt: Bheel Basti Schule

bheel-basti-school-1Mit der finanziellen Unterstützung der Städtische Sekundarschule in Hilden führt unsere indische Partnerorganisation GRAVIS derzeit das Schulzentrum „Bheel Basti“. Die Schule wird von rund 60 Kindern besucht. Die Bildung ist ganzheitlich und schließt neben dem regulären Unterricht auch extracurriculare Aktivitäten und Erziehung zu Umwelt-, Hygiene- und Ernährungsfragen ein.

Die Maßnahmen werden von einem GRAVIS Erzieher koordiniert und durch ein Außenteam unterstützt. Durch das Projekt können der Lehrer bezahlt werden, Unterrichtsmaterialien angeschafft und Aktivitäten (wie Workshops oder Gesundheitschecks) finanziert werden. Durch das Projekt erhalten diese Kinder die Möglichkeit zum Schulbesuch, der ihnen sonst nicht möglich wäre.

Spendergruppe: Städtische Sekundarschule Hilden

bheel-basti-school-2Projektdurchführung
Gramin Vikas Vigyan Samiti (GRAVIS) wurde 1983 von einer Gruppe sich auf Gandhi berufender Aktivisten gegründet. Seit 1994 widmet sich die Organisation der Stärkung der Gemeinschaften in den Steinbruch-Siedlungen mit einem Schwerpunkt auf (Schul-)bildung der Kinder. Hierzu wurden Schulen gebaut, sowie medizinische Maßnahmen ergriffen und Gesundheitsbildung angeboten.

Hintergrund
Die Thar Wüste ist eine Gegend in Rajasthan, die unterentwickelt ist und deren Bewohner von großer Armut betroffen sind. Die Gegend ist von Trockenheit betroffen aufgrund von zu seltenen und unvorhersehbaren Regenfällen. Die durchschnittliche Regenmenge liegt zwischen 500mm im Osten und bis zu 100mm im Westen. Landwirtschaftliche Produktion ist in dieser Gegend aufgrund der genannten Bedingungen extrem unsicher. In durchschnittlich vier von zehn Jahren gibt es Dürreperioden. bheel-basti-school-3Die Gegend ist jedoch reich an Mineralien. Es wird geschätzt, dass rund 2.2 Mio. Arbeiter in ganz Rajasthan in Steinbrüchen arbeiten, davon rund 400.000 in der Gegend der Thar Wüste.

Die XertifiX Partnerorganisation GRAVIS hat eine Studie erstellt, nach der etwa 12% der Beschäftigten in diesen Steinbrüchen Kinder sind. Die größte Zahl der Beschäftigten ist zwischen 15 und 40 Jahren alt und nur 10% sind über 40 Jahre. Die Bedingungen sind erbärmlich: es gibt kein sauberes Trinkwasser, keine Erste Hilfe, keine ärztliche Versorgung oder Krankenhäuser, keine Sicherheitsmaßnahmen in den Steinbrüchen und häufig Unterernährung. Die größte Gefahr geht jedoch von Silikose aus, die durch das ungeschützte Einatmen von Feinstaub ausgelöst wird, die unheilbar und tödlich ist.