Was Sie gegen Kinderarbeit in Steinbrüchen tun können

Was können Sie als Konsument tun?

  • Beim Händler nach Grabsteinen und Natursteinen ohne Kinderarbeit nachfragen und nur noch solche kaufen.

    Bisher gibt es weltweit nur XertifiX als unabhängige Lizenzvergabestelle für Natursteine aus Indien ohne Kinder- und Sklavenarbeit, die gleichzeitig Rehabilitationsmaßnahmen für ehemalige Kinderarbeiter durchführt.

    Aber aufgepasst: Es sind bereits gefälschte Zertifikate der UNESCO und von UNICEF aufgetaucht, in denen behauptet wurde die Organisation könne bestätigen, dass die gelieferten Steine garantiert ohne Kinderarbeit hergestellt seien. Auf Anfrage versicherten UNICEF und UNESCO Deutschland, dass ihre Organisationen nie derartige Bescheinigungen ausgestellt haben und dies auch in Zukunft nicht tun werden.

  • Nachdem im Saarland die gesetzliche Grundlage geschaffen wurde (vgl. Amtsblatt des Saarlands vom 30. Juli 2009), können Sie in diesem Bundesland Ihre Stadt, Kommune oder Kirchengemeinde darauf aufmerksam machen, dass sie die Möglichkeit hat, die Friedhofssatzung dahingehend zu ändern, dass nur noch Grabsteine ohne Kinderarbeit aufgestellt werden dürfen.

    Formulierungsvorschlag:

    “Es dürfen nur noch Grabsteine aus legaler Produktion aufgestellt werden. Da erwiesenermaßen Granitsteine in Indien und anderen Ländern des Südens oft mit Kinderr- und Sklavenarbeit hergestellt werden, dürfen Grabmale, die in so genannten Entwicklungsländern hergestellt worden sind, daher nur noch aufgestellt werden, wenn der unabhängige Nachweis erbracht wird, dass sie aus zertifizierten Betrieben im Sinne der Konvention Nr.182 der ILO (Internationale Arbeitsorganisation in Genf) stammen, die nachweislich keine Kinder oder Sklaven beschäftigen. Dies gilt nicht für Natursteine, die vom Steinmetzbetrieb vor Inkrafttreten dieser Regelung beschafft worden sind.”

  • Sie können sich darüber hinaus an Ihre Stadt- oder Gemeindeverwaltung wenden mit der Forderung, einen Gemeinderatsbeschluss (oder einen Synodenbeschluss oder einen Beschluss der Diözese) über ihr Beschaffungswesen zu fassen, indem festgelegt wird, dass die Stadt oder Gemeinde keine Produkte mehr aus ausbeuterischer Kinderarbeit beziehen wird. Mehr Informationen hierzu auf der Website der Kampagne "Aktiv gegen Kinderarbeit" Auf dieser Seite finden Sie auch eine Übersicht, welche Städte und Gemeinden bereits derartige Beschlüsse gefasst haben.
  • Schreiben Sie an Handelsunternehmen und fragen Sie, wie diese zu Kinderarbeit stehen: Das zeigt den Unternehmen, dass Sie als Verbraucher ein Interesse daran haben, dass Waren nicht nur gut und günstig sind, sondern auch unter Einhaltung der Menschenrechte hergestellt werden. XertifiX kann Ihnen Beispiele nennen, wo dies bereits zu großen Veränderungen in der Produktpalette großer deutscher Firmen geführt hat. Dies betrifft selbstverständlich nicht nur den Handel mit Grabsteinen, sondern mit allen Granitsteinen, also z.B. für Küchenplatten, Außenfassaden oder Gartenplatten.
XertifiX e.V.
Haslacher Str. 43
79115 Freiburg
Germany

Tel: +49 - (0)761 - 7677-694
Fax: +49 - (0)761 - 7677-699
Web: www.XertifiX.de
Email: info@xertifix.de