Was Sie gegen Kinderarbeit in Steinbrüchen tun können

Was können Sie als Konsument tun?

  • Beim Händler nach Natursteinen ohne Kinderarbeit nachfragen und nur noch solche kaufen.

    XertifiX ist eine unabhängige Lizenzvergabestelle für Natursteine aus Indien, China und Vietnam, die ohne Kinder- und Sklavenarbeit, Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen und unter verbesserten Arbeitsbedingungen hergestellt wurden.

    Aber aufgepasst: Es sind bereits gefälschte Zertifikate der UNESCO und von UNICEF aufgetaucht, in denen behauptet wurde die Organisation könne bestätigen, dass die gelieferten Steine garantiert ohne Kinderarbeit hergestellt seien. Auf Anfrage versicherten UNICEF und UNESCO Deutschland, dass ihre Organisationen nie derartige Bescheinigungen ausgestellt haben und dies auch in Zukunft nicht tun werden.

  • Sie können sich darüber hinaus an Ihre Stadt- oder Gemeindeverwaltung wenden mit der Forderung, einen Gemeinderatsbeschluss (oder einen Synodenbeschluss oder einen Beschluss der Diözese) über ihr Beschaffungswesen zu fassen, indem festgelegt wird, dass die Stadt oder Gemeinde keine Produkte mehr aus ausbeuterischer Kinderarbeit beziehen wird. Mehr Informationen hierzu auf der Website der Kampagne "Aktiv gegen Kinderarbeit" Auf dieser Seite finden Sie auch eine Übersicht, welche Städte und Gemeinden bereits derartige Beschlüsse gefasst haben.
  • Schreiben Sie an Handelsunternehmen und fragen Sie, wie diese zu Kinderarbeit stehen: Das zeigt den Unternehmen, dass Sie als Verbraucher ein Interesse daran haben, dass Waren nicht nur gut und günstig sind, sondern auch unter Einhaltung der Menschenrechte hergestellt werden. XertifiX kann Ihnen Beispiele nennen, wo dies bereits zu großen Veränderungen in der Produktpalette großer deutscher Firmen geführt hat. Dies betrifft den Handel mit Sandstein, Kalkstein oder Granitstein, der z.B. für Küchenplatten, Außenfassaden oder Gartenplatten verwendet wird.