10 Schritte zum XertifiX-Siegel
- Ein Importeur von indischen Natursteinen, der sichergehen will, keine Steine aus illegalen Produktionsbedingungen zu verkaufen, wendet sich an XertifiX.
- Der Importeur unterschreibt einen Lizenzvertrag mit XertifiX Deutschland und akzeptiert die darin enthaltenen Bedingungen.
- Der neue Lizenznehmer nennt uns seine indischen Exporteure.
- Der indische Exporteur teilt uns daraufhin seine Zulieferer mit und nennt uns die Orte, wo seine Steinbrüche und Fabriken zu finden sind. Er willigt schriftlich ein, dass wir jederzeit und unangekündigt seine Steinbrüche, Fabriken und sonstigen Stationen der Wertschöpfungskette betreten dürfen.
- XertifiX India, eine Unterorganisation von XertifiX Deutschland, darf nun zu jeder Zeit unangekündigte Kontrollen vor Ort in den Steinbrüchen und Fabriken durchführen. Dabei wird hauptsächlich überprüft, dass in den Exportsteinbrüchen keine Kinder im Sinne der ILO Konvention Nr. 182 beschäftigt werden. Daneben wird auch darauf geachtet, dass den erwachsenen Arbeitern wenigstens der gesetzliche Mindestlohn gezahlt wird und das Zugangsrecht für Gewerkschaften gegeben ist.
- Bei einer ersten Inspektion der Steinbrüche ist es grundsätzlich nicht problematisch, wenn dort Kinder gefunden werden; das Zertifikat wird daraufhin nicht verweigert. Denn arbeiten Kinder in dem Steinbruch, sollen sie nicht versteckt oder vertrieben werden, um dann auf der Straße zu landen, an einem anderen Ort weiter arbeiten zu müssen oder gar zur Prostitution gezwungen zu werden. Wir nehmen die Namen aller dort gefundenen Kinder auf und organisieren für sie Rehabilitations- und Sozialmaßnahmen, wie beispielsweise einen Schulbesuch, Berufsbildungsmaßnahmen und eine mobile Klinik. Wo keine staatliche Schule existiert, helfen wir mit nicht-formalen Bildungszentren. Werden bei folgenden Kontrollen Verstöße in den indischen Steinbrüchen festgestellt, wird zunächst eine Verwarnung ausgesprochen und später gegebenenfalls das Zertifikat entzogen.
- Solange keine Kinder angetroffen und sich gegebenenfalls die Arbeitsbedingungen in den Steinbrüchen verbessert haben, wird das
Zertifikat erteilt. - Das Zertifikat wird immer pro Lieferung erteilt. Eine Lizenzgebühr in Höhe von 3 Prozent des FOB-Wertes der Steine (Free-On-Board Wert: Verkaufswert, wenn der Stein Indien verlässt) bzw. 2 Prozent vom C&F- (Cost and Freight / Warenwert und Frachtkosten) oder CIF-Wert (Insurance and Freight / Versicherung und Frachtkosten) ist nur vom Importeur/Lizenznehmer an XertifiX Deutschland zu zahlen. Ein Fünftel dieses Betrages werden an MISEREOR weitergeleitet, die dann Reha- und Sozialmaßnahmen organisieren und hierfür über den Betrag aus Lizenzgebühren hinaus eigene Mittel zur Verfügung stellen.
- Nachdem vom Steinbruch bis zum Schiff kontrolliert wurde, können die zertifizierten Steine an den Lizenznehmer/Händler ausgeliefert werden.
- Innerhalb von wenigen Wochen kann somit ein Zertifikat ausgestellt werden, das Ihre Steine zu sauberen und fairen Steinen macht!
Auf was warten Sie also noch?!

