Peter Weiß

Peter Weiß

Schatzmeister

Schatzmeister von XertifiX

 
 
   

Peter Weiß (* 12. März 1956 in Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Politiker (CDU). Nach dem Abitur 1976 studierte Weiß bis 1982 Katholische Theologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Danach absolvierte er ein Volontariat und war anschließend in München als Redakteur tätig. 1985 wechselte er als Pressereferent in die Bundeszentrale des Deutschen Caritasverbandes nach Freiburg/Breisgau. Von 1988 bis 1990 war Weiß dort persönlicher Referent des Generalsekretärs und von 1990 bis 1991 Beauftragter für die Zusammenarbeit mit den Verbänden in den neuen Bundesländern. Ab 1991 war er schließlich als Referatsleiter im Generalsekretariat und ab 1993 auch als Geschäftsführer der Katholischen Fachhochschule Freiburg tätig. Peter Weiß ist katholisch und hat drei Kinder.

Weiß gehörte von 1976 bis 1982 dem Vorstand des Bezirksverbandes Südbaden der Jungen Union (JU) und dem JU-Landesvorstand in Baden-Württemberg an. Nachdem er von 1989 bis 1991 zunächst stellvertretender Vorsitzender war, war er von 1991 bis 1997 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Freiburg. Weiß gehört dem Vorstand des CDU-Bezirksverbandes Südbaden und dem CDU-Landesvorstand an. Seit 2000 ist er Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) in Südbaden.
Weiß ist seit 1998 Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier ist er seit 2009 Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Am 29. Januar 2018 wurde er zum Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales gewählt. Peter Weiß ist stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Emmendingen – Lahr in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2013 erreichte er hier 52,3 % der Erststimmen.

Weiß engagiert sich in verschiedenen Organisationen und Verbänden, wie zum Beispiel beim Caritasverband der Erzdiözese Freiburg. Darüber hinaus ist er unter anderem Mitglied im Beirat der Pax-Bank und im Zentralkomitee der deutschen Katholiken.

Peter Weiß war aktiv an der Durchsetzung von Branchenmindestlöhnen u. a. für Pflegehilfskräfte und Leiharbeiter beteiligt. Ferner setzt er sich intensiv für eine allgemeinverbindliche Lohnuntergrenze ein, bei der die Tarifautonomie gewahrt bleibt. Auf dem Bundesparteitag der CDU 2011 wurde schließlich eine Lohnuntergrenze für Bereiche beschlossen, in denen es keine tarifvertragliche Regelungen gibt. Er plädiert dafür, Leiharbeit auf die Abdeckung von Auftragsspitzen und kurzfristigen Personalausfällen zu beschränken. Spätestens nach einer überschaubaren Einarbeitungszeit solle die Gleichbezahlung von Leiharbeitnehmern mit Stammarbeitskräften erfolgen. Intensiv beschäftigt er sich mit rentenpolitischen Themen. Zuletzt forderte er, um Altersarmut zu vermeiden, Änderungen bei der Erwerbsminderungsrente sowie eine Versicherungspflicht für Solo-Selbstständige in der gesetzlichen Rentenversicherung. Peter Weiß hat sich für einen Vorrang der Qualifizierung und Weiterbildung hier ansässiger Arbeitskräfte zur Sicherung des Fachkräftebedarfs der Zukunft eingesetzt. Der Zuzug von Experten aus Ländern außerhalb der EU in Mangelberufe solle nachrangig erfolgen. Eine Hauptursache für die Abwanderung junger Hochschulabsolventen aus Deutschland sieht er darin, dass diesen zum Berufseinstieg häufig nur befristete Beschäftigungsverhältnisse oder geringer bezahlte Leiharbeitsverhältnisse angeboten werden. Er fordert deshalb ein Umdenken der Wirtschaft.