„Natursteine fair beschaffen –
Was wir alle gemeinsam gegen Kinderarbeit tun können“

Einladung zu einem Informationsabend
am Mittwoch, 9. April 2014, um 18 Uhr im Rathaussaal Birkenwerder

 
Referentinnen:
Ingrid Sehrbrock, erste Vorsitzende des Vereins XertifiX e.V.
Lutherix for XertifiX, ökumenisches Zentrum, für Eine-­‐‑Welt-­‐‑Arbeit, Berlin

Die offene Informationsveranstaltung wird u.a. unterstützt vom Kreisverband der CDA Oberhavel und richtet sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, die gegen Kinderarbeit und für faire Arbeitsbedingungen sind.

2014-04-08T08:40:36+02:0008.04.2014|

China: Drastischer Anstieg des Risikos von Kinderarbeit

China Flagge smallNach dem neuesten Bericht von Maplecroft ist in China das Risiko der Kinderarbeit in den letzten Jahren (seit 2008) drastisch angestiegen. China wird nun unter den Ländern mit extremen Risiko geführt (Platz 20, mit Platz 1 als schlechtestem Platz). Zu den am meisten gefährdeten Gruppen zählen die Kinder der Migranten in China, die auch einen Großteil der Arbeiter in Naturstein-Abbaugebieten ausmachen.

Der Kinderarbeits-Index von Maplecroft bewertet die Häufigkeit und Schwere von Vorfällen der Kinderarbeit und gewichtet dazu die Anstrenungen der Regierungen, diese zu verhindern. In China spielt dabei eine Rolle, dass durch die schwache Durchsetzung der Gesetze gegen Kinderarbeit ein Klima der Straffreiheit herrscht.

Siehe: Child Labour Index 2014

2019-07-03T16:09:39+02:0016.01.2014|

Nordbayern: Immer mehr Kunden kaufen indischen Grabstein

GrabsteineWie ein Steinmetz aus Plankenfels erläutert, wollen immer mehr Kunden einen indischen Grabstein. Es sei weniger der Preis des Granits, der so viel günstiger ist als vielmehr die wesentlich günstigere Verarbeitung des Natursteins. Aufwändig gearbeitete Grabsteine aus Indien seien daher 30% günstiger als das vergleichbare deutsche Produkt. Der Steinmetz kümmere sich dann nur noch um das Aufstellen des Steins. Und der deutsche Kunde? Der schaue zunehmend auf den Preis; ihn schrecke auch nicht ab, dass nicht ausgeschlossen werden könne, der Naturstein aus Kinderarbeit gewonnen sei. Daher das pessimistische Fazit von Steinmetz Maisel: „Unser Gewerbe ist ein aussterbendes“.

Siehe: Nordbayerischer Kurier

2019-07-03T16:09:59+02:0011.01.2014|

In eigener Sache: XertifiX Sozialprojekte e.V.

XertifiX geht es an erster Stelle und sofort um die Bekämpfung der Kinder- und Sklavenarbeit in Steinbrüchen und Verarbeitungsbetrieben, sowie um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die erwachsenen Arbeiter. Es ist aber auch unsere Überzeugung, dass dieses Verbot der Kinder- und Sklavenarbeit von einem gesellschaftlichen Wandel in Indien begleitet werden muss, damit den Betroffenen auch langfristig geholfen wird. Dies geschah bislang mit Partnern. Zukünftig soll dies auch über einen gemeinnützigen Verein möglich sein. Aus diesem Grund haben wir jetzt den Verein XertifiX Sozialprojekte e.V. gegründet. Damit wollen wir vor allem Projekte fördern, die Kindern und Eltern in den Steinbrüchen und den Siedlungen der Wanderarbeiter helfen.

Siehe auch: XertifiX Sozialprojekte e.V.

Schulmädchen bei Vorführung

2019-07-03T16:10:11+02:0005.12.2013|

Interviews mit Benjamin Pütter

image007 Benjamin PuetterEin Interview mit Benjamin Pütter wurde am 22.11.2013 in der SWR2-Sendung Impuls ausgestrahlt und kann hier nachgehört werden.

Am 14.11.2013 hat Benjamin Pütter ein Interview im Bayerischen Radio zum Thema Grabsteine ohne Kinderarbeit gegeben. Dabei geht er unter anderem auf die immer wieder auftauchende Frage ein: Wird mit einem Verbot von Kinderarbeit den betroffenen Kindern überhaupt geholfen oder nicht gerade das Gegenteil erreicht?

Siehe: Bayerischer Rundfunk 2

2019-07-03T16:10:09+02:0014.11.2013|

Leipziger Urteil voraussichtlich ohne Folgen für NRW

Das vor einigen Tagen vom Leipziger Bundesverwaltungsgericht gesprochene Urteil hat voraussichtlich keine negative Folge für den Gesetzgebungsprozess in Nordrhein-Westfalen. „Nach einer ersten Einschätzung können die Fachleute des Ministeriums Konsequenzen für Nordrhein-Westfalen bisher nicht erkennen”, so Nalan Öztürk vom Gesundheitsministerium NRW. Die Richter in Leipzig hatten in Nürnberg eine Regelung gekippt, durch die das Aufstellen von Grabsteine aus Kinderarbeit verboten wurde.

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen plant aber gerade, eine solche rechtliche Grundlage zu schaffen, die der Stadt Nürnberg in Bayern gefehlt hat. Wichtig für die Umsetzung bleibt es dann, dass die einzelnen Kommunen die Vorgabe aus Leipzig berücksichtigen und in der Friedhofssatzung konkret klären, wie ein entsprechender Nachweis zu erbringen ist.

Siehe: Welt
Siehe: Aachener Zeitung
Siehe: Frankfurter Allgemeine Zeitung

2019-07-03T16:10:16+02:0003.11.2013|

Steinmetze in Österreich fürchten um Jobs

Aufgrund billiger Grabstein-Importe fürchten Steinmetze in Österreich, dass ihre Jobs langfristig gefährdet sind. Ein Grabstein aus Indien könnte bis zu 30% billiger sein, so die Vorsitzende der Fachvertretung der Niederösterreichischen Steinmetze Judith Hönig. Dies setzt hiesig produzierende Steinmetze massiv unter Druck: Wenn ein durchschnittlicher Grabstein 1500 € kostet, dann könne man mit einem Grabstein aus Indien bis zu 450 € einsparen.

Siehe: ORF

2019-07-03T16:10:25+02:0001.11.2013|

Nürnberg: Urteil zu Grabsteinen aus Kinderarbeit

Vorerst kein Verbot von Grabsteinen aus Kinderarbeit in Bayern möglich

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat eine Regelung der Stadt Nürnberg gekippt, durch die auf städtischen Friedhöfen in Nürnberg das Aufstellen von Grabsteinen aus Kinderarbeit verboten wurde. Dem war ein längerer Rechtsstreit eines Steinmetzes mit der Stadt Nürnberg vorausgegangen. „Die Verwendung von Grabmalen auszuschließen, die unter ausbeuterischer Kinderarbeit hergestellt wurden, ist ein verfassungsrechtlich legitimer Zweck“, so das Bundesverwaltungsgericht. Es müsste aber darauf geachtet werden, dass hierfür die gesetzliche Grundlage gegeben sei und dass klare Vorgaben für die Umsetzung gemacht würden.

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts sendet damit ein bundesweit wichtiges Signal aus, dass es landesrechtlicher Regelungen bedarf, die die Kommunen zu den Änderungen der Friedhofssatzungen ermächtigen. Bislang gibt es Gesetzesänderungen in Saarland, Bremen und Baden-Württemberg, in NRW und Rheinland-Pfalz sind Gesetzesinitiativen in Vorbereitung.

Siehe: Pressemeldung Bundesverwaltungsgericht

Siehe auch: Grabsteine vorerst weiter aus Kinderhand
Siehe auch: Grabsteine ohne Kinderarbeit: Gericht kippt Nürnberger Verbot
Siehe auch: Gericht kippt Nürnberger Verbot
Siehe auch: Gewerbefreiheit konterkariert Schutz der Menschenwürde

2019-07-03T16:10:39+02:0018.10.2013|