Indien: Journalist entführt und lebendig verbrannt

Flagge Madhya Pradesh

Im Staat Madhya Pradesh wurde ein toter Journalist am Rande von Bahngleisen aufgefunden: Sandip Kothari war entführt und bei lebendigem Leib verbrannt worden. Nach Medieninformationen hatte der Journalist zuvor den illegalen und mafiösen Minenabbau von Mangan in Madhya Pradesh angeprangert.

Dies ist ein weiterer spektakulärer Mord im Bereich des Steinbruch- und Minenabbaus in Madhya Pradesh. Vor 3 Jahren wurden zwei Regierungsbeamten innerhalb von kurzer Zeit ermordet. Auch damals hatte man die Mafia hinter den Morden vermutet. Das Problem des illegalen Rohstoffabbaus in Madhya Pradesh stellt auch für die Arbeit von XertifiX immer wieder eine große Herausforderung dar.

Siehe: MP journalist burnt to death by mining mafia, 3 arrested
SIehe auch ein weiterer Fall in 2012: Journalist, family murdered; hand of mining mafia suspected

2019-09-23T08:08:24+02:0025.06.2015|

Verwaltung muss Zertifikate gegen Kinderarbeit anerkennen

KA-242Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert die Politik auf, sich entschieden gegen die Ausbeutung von Kindern einzusetzen. Anlässlich des Welttags gegen Kinderarbeit (12. Juni) sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers: „Halbherzige Vorschriften bringen Kindern, die weltweit ausgebeutet werden, nichts. Das zeigt das Urteil aus Baden-Württemberg zu Grabsteinen aus Kinderhand wieder überdeutlich. Schutzregelungen nur auf dem Papier reichen nicht, die Verwaltung muss die Vorschriften auch umsetzen können. Was wir brauchen sind nicht nur symbolische weltweite Gedenktage, sondern entschlossene Politiker, die diesen unhaltbaren ausbeuterischen Sumpf mit entschlossener Politik austrocknen. Aber auch der Verbraucher muss sein Verhalten ändern und seine Kaufentscheidung von fairen Kriterien abhängig machen!“ [weiter…]

Siehe auch: IG BAU: Verwaltung muss Zertifikate gegen Kinderarbeit anerkennen

2019-07-03T15:51:54+02:0016.06.2015|

Berlin: Maharaj Trio wirbt für XertifiX Sozialprojekte

Das weltberühmte Maharaj Trio hat bei einem Auftritt am 13. Juni 2015 in Berlin Spandau Spenden für XertifiX Sozialprojekte e.V. eingeworben. Das Konzert war eines von vielen auf der diesjährigen Europa-Tournee. Seit 2015 wirbt das Maharaj Trio bei seinen Konzerten für Sozialprojekte von XertifiX.

Pandit (Großmeister) Vikash Maharaj (Sarod) hat bereits seit den 80iger Jahren auch in Deutschland gespielt und ist gemeinsam mit vielen Jazzmusikern und vielen Popgrößen aufgetreten (u.a. Peter Gabriel, John McLaughlin, Herbie Hancock, Charlie Mariano). Er hält eine Musikprofessur in Kalifornien. Sein ältester Sohn (Tabla) ist ebenfalls Musikprofessor in Kalifornien und einen Musikwettbewerb der indischen Regierung mit 100.000 Teilnehmern gewonnen. Der jüngste Sohn, Abhishek Maharaj (Sitar) hat an der Benares Hindu University in Varanasi in 5 Instrumenten abgeschlossen mit einer Bestnote, die noch nie zuvor vergeben worden war. Er hat den Wettbewerb der indischen Regierung für den besten Saitenspieler in den letzten 6 Jahren 5x gewonnen - bei jeweils 100.000 Teilnehmern.

Pandit (Großmeister) Vikash Maharaj (Sarod) hat bereits seit den 80iger Jahren auch in Deutschland gespielt und ist gemeinsam mit vielen Jazzmusikern und vielen Popgrößen aufgetreten (u.a. Peter Gabriel, John McLaughlin, Herbie Hancock, Charlie Mariano). Er hält eine Musikprofessur in Kalifornien.
Sein ältester Sohn (Tabla) ist ebenfalls Musikprofessor in Kalifornien und einen Musikwettbewerb der indischen Regierung mit 100.000 Teilnehmern gewonnen. Der jüngste Sohn, Abhishek Maharaj (Sitar) hat an der Benares Hindu University in Varanasi in 5 Instrumenten abgeschlossen mit einer Bestnote, die noch nie zuvor vergeben worden war. Er hat den Wettbewerb der indischen Regierung für den besten Saitenspieler in den letzten 6 Jahren 5x gewonnen – bei jeweils 100.000 Teilnehmern.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Eingeladen zu dem Konzert hatte der Verein Yamuna e.V.
2014.06.20 Spandau 100

2019-07-03T15:52:04+02:0015.06.2015|

Internationaler Tag gegen Kinderarbeit

Jugend Eine Welt ermahnt Handel, Angebot von fairen Natursteinen zu erhöhen

KA-316In ihrer aktuellen Pressemeldung erinnert Jugend Eine Welt daran, dass in vielen Natursteinen wie Pflastersteinen, Küchen- oder Bodenplatten Kinderarbeit stecken kann. Sie sprechen vor allem den Handel in Österreich an, der sich bislang noch kaum um Kontrollen in indischen oder chinesischen Lieferketten kümmert.

Das können wir aus unserer Sicht bestätigen: In Österreich arbeitet mit XertifiX beispielsweise nur der Großhändler Stein & Co aus Ennsdorf zusammen – dieser allerdings schon seit vielen Jahren. Wir wünschen uns, dass mehr Importeure in Österreich diesem Beispiel folgen.

Siehe: Achtung: In vielen importierten Natursteinen steckt Kinderarbeit

2019-07-03T15:52:13+02:0012.06.2015|

Arbeitnehmergruppe fordert menschenwürdige Beschäftigung weltweit

Chinareise Sept. 2014 - 065Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) müssen immer noch rund 168 Millionen Kinder im Alter zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten. Daran erinnert der heutige 12. Juni als „Welttag gegen Kinderarbeit“. Dazu erklärt der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Weiß:
„Für eine gerechte Gestaltung der Globalisierung müssen wir eine menschenwürdige Beschäftigung und eine faire Entlohnung weltweit sicherstellen. Schließlich sind Armut, eine geringe Entlohnung und fehlende Schul- und Berufsausbildung immer noch zentrale Ursachen für Kinderarbeit weltweit. Eine gerechte und faire Entlohnung der Beschäftigten in den Entwicklungsländern leistet hingegen einen entscheidenden Beitrag, um den Teufelskreis aus fehlender Schulbildung und Armut zu durchbrechen. …“

Siehe: Menschenwürdige Beschäftigung und faire Entlohnung weltweit sicherstellen

2019-07-03T15:52:21+02:0012.06.2015|

Gericht kippt Verbot von Grabsteinen aus Kinderarbeit

Grabsteine (2)
Das Verwaltungsgericht Mannheim hat am 09.06.2015 eine Regelung der Stuttgarter Friedhofssatzung gekippt, die Grabsteine aus Kinderarbeit verboten hatte. Zu dem Urteil, wie es der Pressemitteilung des Verwaltungsgerichtes zu entnehmen ist, muss folgendes kritisch angemerkt werden:

1. Das Urteil wurde ohne Anhörung der Beteiligten gefällt: Die Nicht-Regierungs-Organisation XertifiX, die Natursteine zertifiziert, konnte sich nicht zur Frage der Vertrauenswürdigkeit von Siegeln äußern, obwohl XertifiX an dieser Stelle direkt betroffen ist!

2. Es wird bemängelt, dass kein Zertifikat durch „eine zuständige staatliche Stelle“ anerkannt sei. Hier muss das Gericht angefragt werden: Welche staatliche Stelle gibt es denn, die über private (Sozial-) Siegel von Nicht-Regierungs-Organisationen im Natursteinbereich entscheidet, ob deren Kriterien zuverlässig sind oder nicht?
Umgekehrt wird vom Gericht überhaupt nicht berücksichtigt, dass XertifiX und Fair Stone vom Portal der Verbraucherinitiative e.V., das unabhängig über Gütesiegel und Zertifikate informiert, die Beurteilung „besonders empfehlenswert“ erhalten haben. Im Übrigen wird dieses Portal von den Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft sowie der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert.

[weiter…]

Siehe auch: Pressemitteilung des Verwaltungsgerichtes Mannheim
Siehe auch: Grabsteine aus Kinderarbeit wieder erlaubt

2019-07-03T15:52:28+02:0010.06.2015|

G7: Verantwortung in der Lieferkette übernehmen

G7 Elmau LogoDie G7 widmen im Abschlussdokument des Treffens einen eigenen Abschnitt dem Thema der Verbesserung von Arbeitsbedingungen in den Lieferketten. Es wird festgestellt: „Schlechte Arbeitsbedingungen mit unzureichendem Arbeitsschutz führen zu erheblichen sozialen und wirtschaftlichen Verlusten und sind mit Umweltschäden verbunden.“ Es wird gefordert, dass die Wirtschaft in einer globalisierten Welt die ihnen zukommende Verantwortung anerkennt und übernimmt. Herausragende Bedeutung kommt auch Gütesiegeln bzw. Portalen zu, die über die Vertrauenswürdigkeit dieser Siegel informieren.

Siehe: „An morgen denken. Gemeinsam handeln.“ Abschlusserklärung G7-Gipfel, 7.-8. Juni 2015

2019-07-03T15:52:40+02:0008.06.2015|

Katastrophale Arbeitsbedingungen in Südindiens Steinbrüchen

Neue Studie von Stop Child Labour und India Comitee of the Netherlands

IMG_6761_Männer am Bohrer_CUTDie Studie über die Arbeit in Südindiens Steinbrüchen (Staaten: Tamil Nadu und Karnataka) hat ein weiteres Mal bestätigt, dass die Arbeitsbedingungen auch dort leider noch immer katastrophal sind. Kaum eine Rede davon, dass in Südindien die Arbeit so maschinisiert ist, dass kaum mit Verstößen gegen Arbeitsrechte zu rechnen ist. Im Gegenteil: In Karnataka wurden 10 Prozent Kinderarbeit in den Steinbrüchen festgestellt.

In Tamil Nadu hat sich die Situation laut Studie nur deshalb verbessert, weil dort der Staat derzeit den Kampf gegen illegales Abbauen als politisches Thema entdeckt hat. Dies wirkt sich indirekt auch positiv auf einen Rückgang der Kinderarbeit aus. Dennoch wurde auch in Tamil Nadu ein hoher Anteil an „bonded labour“ festgestellt.

Für beide Staaten gilt, dass persönliche Schutzausrüstung nicht benutzt wird, obwohl die Arbeit durch Feinstaub, Lärm, Bewegen schwerster Lasten und Explosionen extrem gesundheitsgefährdend ist. Auch bei medizinischer Versorgung und Erster Hilfe mangelt es erheblich.

Siehe: Rock Bottom. Modern Slavery and Child Labour in South Indian Granite Quarries
Siehe: Zusammenfassung ICN ‚Rock Bottom‘
Veröffentlicht: Mai 2015

2019-07-03T15:53:53+02:0018.05.2015|

ILO: „Music against Child Labour“ Initiative

ILO LogoDie Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat 2013 eine Initiative gegen Kinderarbeit ins Leben gerufen: Sie ruft Musiker (Orchester, Chöre oder Musiker aller Art) auf, ein Konzert dem Kampf gegen Kinderarbeit zu widmen. Dazu heißt es:

„Music is a universal language. The Initiative is inspired by the power of music to communicate to wide audiences. Experience shows that involving socially excluded children in structured musical activity and education can help protect them from child labour. Good music and arts education helps makes schools more attractive and child friendly.“

Jede/r ist dazu aufgerufen, sich an der Initiative zu beteiligen, indem man z.B.

  • sich über Kinderarbeit in der Welt informiert
  • ein Lied über Kinderarbeit spielt oder komponiert
  • einen Link der Initiative auf die Webseite platziert
  • Presseberichte, Fotos oder Videos eines Konzertes zugunsten der Initiative an die ILO in Genf sendet

Siehe: „Music against Child Labour“ Initiative

2019-07-03T15:54:13+02:0004.05.2015|

Zum NRW-Runderlass

NRW-WappenSeit 2005 setzt sich der Verein XertifiX gegen Kinderarbeit in asiatischen Steinbrüchen ein. Die Situation hat sich – in nicht unerheblichem Maß durch die Arbeit von XertifiX e.V. – sehr stark verändert. In den von uns zertifizierten Exportsteinbrüchen sind in den letzten Jahren bei unabhängigen, unangekündigten Kontrollen keine Kinder mehr angetroffen worden. Es ist davon auszugehen, dass sich auch die Situation in den nicht von XertifiX kontrollierten Steinbrüchen verbessert hat. Allerdings haben wir hierfür keine Beweise. Mit Fug und Recht kann behauptet werden, dass Kinderarbeit zurückgedrängt wurde, weil dem Natursteinhandel unangekündigte Kontrollen von unabhängiger Seite angedroht wurden, und im Falle von Kinderarbeit der Handel gestoppt werden sollte. Dies ist ein großer Erfolg, über den wir uns sehr freuen. weiter…

Siehe auch: NRW-Runderlass

2019-07-03T15:54:19+02:0017.04.2015|