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Gute Arbeit weltweit fördern
Auf einer zweitägigen Konferenz haben die G7 Arbeits- und Entwicklungsminister die Umsetzung der G7 Beschlüsse von Elmau zur Förderung nachhaltiger globaler Lieferketten vereinbart. Mit der Erklärung „Action for Fair Production“ werden erste Schritte auf den Weg gebracht, unter anderem:
G7 Elmau Logo

  • Unternehmen bei der Kontrolle der Lieferketten im Hinblick auf Arbeits-, Sozial-und Umweltstandards unterstützen
  • Herstellerländer bei der Durchsetzung von Standards unterstützen
  • Mehr Transparenz für VerbraucherInnen herstellen, um nachhaltigen Konsum zu fördern

[Siehe Pressemitteilung…]

image024Zu viele ArbeiterInnen in Steinbrüchen und Naturstein-Betrieben müssen weltweit noch unter katastrophalen Bedingungen ihren Lebensunterhalt verdienen. Ihre Gesundheit wird durch gefährliche Arbeitsplätze und nicht vorhandene Schutzausrüstung massiv gefährdet. Selbst elementarste Schutzmaßnahmen fehlen. Viele arbeiten ohne Unterbrechung sieben Tage die Woche und erhalten nicht einmal den gesetzlichen Mindestlohn. Vor allem in Natursteinproduktions¬stätten in Indien, China und Vietnam führen die schlechten Arbeitsbedingungen häufig zur unheilbaren, tödlichen Lungenkrankheit (Silicosis). Viele erreichen nicht einmal das 50. Lebensjahr. Anlässlich des Welttags für menschenwürdige Arbeit fordert XertifiX e.V., die Arbeitsbedingungen in asiatischen Betrieben nachhaltig zu verbessern. [weiter…]

10-Jähriges Jubiläum I. SehrbrockMit Mitgliedern, Lizenznehmern, Spendern, Unterstützern und Gästen aus Politik und Verbänden hat XertifiX e.V. am 30.09.2015 im Bundestag in Berlin sein 10-jähriges Bestehen gefeiert. Die Bilanz sei gemischt, erklärte die Vorsitzende und ehemalige DGB-Vize, Ingrid Sehrbrock: Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen, die XertifiX kontrolliert, sei praktisch verschwunden. Mit 168 Mio. Kinderarbeitern weltweit sei sie dennoch ein drängendes Problem.

[Pressemitteilung zur XertifiX-Jubiläumsfeier im Bundestag]

Installation von Gerda Waha

Foto: Karl-Heinz Mierke

                                                                                                    Foto: Karl-Heinz Mierke


Steine versperren den Weg. Auf den ersten Blick wahllos zusammengetragene Straßenpflastersteine zwingen uns innezuhalten. Bei näherer Betrachtung sieht man die Gesichter erschöpfter Kinder zwischen den anderen grauen, gesichtslosen Steinen, sie erzählen die Geschichte einer verlorenen Kindheit.

Kinderarbeiter, haben mit den grauen Straßenpflastersteinen mehr gemeinsam als der erste Blick vielleicht vermuten lässt. Genau wie diese ebnen Sie anderen Menschen den Weg. Allzu oft kommen sie selbst dabei unter die Räder.

Steine helfen, denn über Steine stolpern, lässt uns innehalten, näher hinschauen – so werden die noch immer zahlreichen Kinderarbeiter ihrer Anonymität enthoben.

Stolpern, innehalten, hinschauen, reflektieren und ins eigene Leben mitnehmen –

Fotos: Karl-Heinz Mierke

Foto: Karl-Heinz Mierke



Wann? Vom 26. September bis 01. November 2015

Wo? Im Naturparkzentrum Habichtswald
Auf dem Dörnberg, 34289 Zierenberg

Für die Ausstellung „Helfen Steine?“ hat die Marburger Künstlerin Gerda Waha ein altes Projekt „Vom Verschwinden der Kindheit“ wieder aufgenommen und erweitert. Die Steine dienen dabei nicht nur als Stolpersteine, sie geben auch jedem Betrachter die Möglichkeit der direkten Hilfe. Ein Großteil des Erlöses aus dem Verkauf der einzelnen Steine nach der Ausstellung geht als gebundene Spende an XertifiX Sozialprojekte e.V.

Flagge Madhya Pradesh

Im Staat Madhya Pradesh wurde ein toter Journalist am Rande von Bahngleisen aufgefunden: Sandip Kothari war entführt und bei lebendigem Leib verbrannt worden. Nach Medieninformationen hatte der Journalist zuvor den illegalen und mafiösen Minenabbau von Mangan in Madhya Pradesh angeprangert.

Dies ist ein weiterer spektakulärer Mord im Bereich des Steinbruch- und Minenabbaus in Madhya Pradesh. Vor 3 Jahren wurden zwei Regierungsbeamten innerhalb von kurzer Zeit ermordet. Auch damals hatte man die Mafia hinter den Morden vermutet. Das Problem des illegalen Rohstoffabbaus in Madhya Pradesh stellt auch für die Arbeit von XertifiX immer wieder eine große Herausforderung dar.

Siehe: MP journalist burnt to death by mining mafia, 3 arrested
SIehe auch ein weiterer Fall in 2012: Journalist, family murdered; hand of mining mafia suspected

KA-242Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert die Politik auf, sich entschieden gegen die Ausbeutung von Kindern einzusetzen. Anlässlich des Welttags gegen Kinderarbeit (12. Juni) sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers: „Halbherzige Vorschriften bringen Kindern, die weltweit ausgebeutet werden, nichts. Das zeigt das Urteil aus Baden-Württemberg zu Grabsteinen aus Kinderhand wieder überdeutlich. Schutzregelungen nur auf dem Papier reichen nicht, die Verwaltung muss die Vorschriften auch umsetzen können. Was wir brauchen sind nicht nur symbolische weltweite Gedenktage, sondern entschlossene Politiker, die diesen unhaltbaren ausbeuterischen Sumpf mit entschlossener Politik austrocknen. Aber auch der Verbraucher muss sein Verhalten ändern und seine Kaufentscheidung von fairen Kriterien abhängig machen!“ [weiter…]

Siehe auch: IG BAU: Verwaltung muss Zertifikate gegen Kinderarbeit anerkennen

Das weltberühmte Maharaj Trio hat bei einem Auftritt am 13. Juni 2015 in Berlin Spandau Spenden für XertifiX Sozialprojekte e.V. eingeworben. Das Konzert war eines von vielen auf der diesjährigen Europa-Tournee. Seit 2015 wirbt das Maharaj Trio bei seinen Konzerten für Sozialprojekte von XertifiX.

Pandit (Großmeister) Vikash Maharaj (Sarod) hat bereits seit den 80iger Jahren auch in Deutschland gespielt und ist gemeinsam mit vielen Jazzmusikern und vielen Popgrößen aufgetreten (u.a. Peter Gabriel, John McLaughlin, Herbie Hancock, Charlie Mariano). Er hält eine Musikprofessur in Kalifornien. Sein ältester Sohn (Tabla) ist ebenfalls Musikprofessor in Kalifornien und einen Musikwettbewerb der indischen Regierung mit 100.000 Teilnehmern gewonnen. Der jüngste Sohn, Abhishek Maharaj (Sitar) hat an der Benares Hindu University in Varanasi in 5 Instrumenten abgeschlossen mit einer Bestnote, die noch nie zuvor vergeben worden war. Er hat den Wettbewerb der indischen Regierung für den besten Saitenspieler in den letzten 6 Jahren 5x gewonnen - bei jeweils 100.000 Teilnehmern.

Pandit (Großmeister) Vikash Maharaj (Sarod) hat bereits seit den 80iger Jahren auch in Deutschland gespielt und ist gemeinsam mit vielen Jazzmusikern und vielen Popgrößen aufgetreten (u.a. Peter Gabriel, John McLaughlin, Herbie Hancock, Charlie Mariano). Er hält eine Musikprofessur in Kalifornien.
Sein ältester Sohn (Tabla) ist ebenfalls Musikprofessor in Kalifornien und einen Musikwettbewerb der indischen Regierung mit 100.000 Teilnehmern gewonnen. Der jüngste Sohn, Abhishek Maharaj (Sitar) hat an der Benares Hindu University in Varanasi in 5 Instrumenten abgeschlossen mit einer Bestnote, die noch nie zuvor vergeben worden war. Er hat den Wettbewerb der indischen Regierung für den besten Saitenspieler in den letzten 6 Jahren 5x gewonnen – bei jeweils 100.000 Teilnehmern.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Eingeladen zu dem Konzert hatte der Verein Yamuna e.V.
2014.06.20 Spandau 100

Jugend Eine Welt ermahnt Handel, Angebot von fairen Natursteinen zu erhöhen

KA-316In ihrer aktuellen Pressemeldung erinnert Jugend Eine Welt daran, dass in vielen Natursteinen wie Pflastersteinen, Küchen- oder Bodenplatten Kinderarbeit stecken kann. Sie sprechen vor allem den Handel in Österreich an, der sich bislang noch kaum um Kontrollen in indischen oder chinesischen Lieferketten kümmert.

Das können wir aus unserer Sicht bestätigen: In Österreich arbeitet mit XertifiX beispielsweise nur der Großhändler Stein & Co aus Ennsdorf zusammen – dieser allerdings schon seit vielen Jahren. Wir wünschen uns, dass mehr Importeure in Österreich diesem Beispiel folgen.

Siehe: Achtung: In vielen importierten Natursteinen steckt Kinderarbeit

Chinareise Sept. 2014 - 065Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) müssen immer noch rund 168 Millionen Kinder im Alter zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten. Daran erinnert der heutige 12. Juni als „Welttag gegen Kinderarbeit“. Dazu erklärt der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Weiß:
„Für eine gerechte Gestaltung der Globalisierung müssen wir eine menschenwürdige Beschäftigung und eine faire Entlohnung weltweit sicherstellen. Schließlich sind Armut, eine geringe Entlohnung und fehlende Schul- und Berufsausbildung immer noch zentrale Ursachen für Kinderarbeit weltweit. Eine gerechte und faire Entlohnung der Beschäftigten in den Entwicklungsländern leistet hingegen einen entscheidenden Beitrag, um den Teufelskreis aus fehlender Schulbildung und Armut zu durchbrechen. …“

Siehe: Menschenwürdige Beschäftigung und faire Entlohnung weltweit sicherstellen

Grabsteine (2)
Das Verwaltungsgericht Mannheim hat am 09.06.2015 eine Regelung der Stuttgarter Friedhofssatzung gekippt, die Grabsteine aus Kinderarbeit verboten hatte. Zu dem Urteil, wie es der Pressemitteilung des Verwaltungsgerichtes zu entnehmen ist, muss folgendes kritisch angemerkt werden:

1. Das Urteil wurde ohne Anhörung der Beteiligten gefällt: Die Nicht-Regierungs-Organisation XertifiX, die Natursteine zertifiziert, konnte sich nicht zur Frage der Vertrauenswürdigkeit von Siegeln äußern, obwohl XertifiX an dieser Stelle direkt betroffen ist!

2. Es wird bemängelt, dass kein Zertifikat durch „eine zuständige staatliche Stelle“ anerkannt sei. Hier muss das Gericht angefragt werden: Welche staatliche Stelle gibt es denn, die über private (Sozial-) Siegel von Nicht-Regierungs-Organisationen im Natursteinbereich entscheidet, ob deren Kriterien zuverlässig sind oder nicht?
Umgekehrt wird vom Gericht überhaupt nicht berücksichtigt, dass XertifiX und Fair Stone vom Portal der Verbraucherinitiative e.V., das unabhängig über Gütesiegel und Zertifikate informiert, die Beurteilung „besonders empfehlenswert“ erhalten haben. Im Übrigen wird dieses Portal von den Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft sowie der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert.

[weiter…]

Siehe auch: Pressemitteilung des Verwaltungsgerichtes Mannheim
Siehe auch: Grabsteine aus Kinderarbeit wieder erlaubt