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Noch bis in die 1860er Jahre war Kinderarbeit in Deutschland gang und gäbe, wie die Badische Zeitung anlässlich einer Veranstaltung im Wiesentäler Textilmuseum berichtet. In der Textilindustrie lag der Anteil der arbeitenden Kinder (9-13 Jährigen) bei teils über 50%. Um die Gesundheit der Kinder war es schlecht bestellt und die Sterberate war hoch. „Die Füße sind angeschwollen, das ganze Aussehen der Kinder ist blass, besonders die Mädchen sehen aufgedunsen und blutleer aus, gar viele sind mit rheumatischen Leiden behaftet.“ Erst die Sorge um die gesundheitliche Verfassung der Wehrpflichtigen ließ Preußen gesetzlich gegen die Kinderarbeit in Deutschland vorgehen. Aber aus der Industrie gab es Widerstand; erst Ende des 19. Jarhunderts war Kinderarbeit in ganz Deutschland verboten.

Siehe auch: „Besonders die Mädchen sehen blutleer aus…“

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