Spenden-Aufruf!

Das gefährliche Corona-Virus bedroht die Menschen weltweit und hier bei uns!

Die notwendigen Schutzmaßnahmen vor dem Virus führen dazu, dass wir alle im Alltag, bei der Arbeit, bei lieb gewonnen Beschäftigungen und bei Kontakten massiv eingeschränkt sind. In anderen Teilen der Welt – allerdings – bedrohen die eigentlich gut gemeinten Schutzmaßnahmen direkt das Leben und die Existenz der Menschen. Wir hören aus den Medien und von unseren Partnern in Indien, dass der staatlich verordnete Lockdown riesige Probleme schafft. Indiens Wirtschaft lebt von Millionen unorganisierten Tagelöhnern, sehr vielen Frauen, die in Fabriken, Baustellen, Haushalten und in der Landwirtschaft tätig sind. Viele wohnen fernab ihrer Familien in Massenunterkünften oder in den Slums der großen Städte.
Viele Menschen haben als Tagelöhner keinerlei Ersparnisse. Wenn nun Arbeit und Einkommen wegfallen, gibt es schlichtweg kein Geld um das nötige tägliche Essen zu kaufen. Die Menschen stehen vor dem Verhungern. Der Staat versorgt zwar Menschen mit Nahrungsmitteln, wenn sie registriert sind. Viele Menschen konnten sich nicht registrieren lassen und erhalten die Unterstützung daher nicht.

Unsere Auditoren Mr. Rajnath und Mr. Susai haben daher privat die Initiative ergriffen und unterstützen Menschen, vor allem Migranten, die in den Steinbrüchen arbeiten, mit dem Nötigsten. Unsere Partnerorganisationen „Vikas Sansthan“ und „GRAVIS“ unterstützen die Menschen im Firozabad und Agra (Bundesstaat Uttar Pradesh) sowie im Umland von Jodhpur in Rajasthan.

Dilip Sevarthi, der Leiter der Organisation „Vikas Sansthan“, beschreibt die Situation folgendermaßen:

„Es gibt hier einen vollständigen Lockdown, speziell in den Slums von Firozabad, weil es dort Patienten gibt, bei denen das Corona Virus festgestellt wurde. Unsere Gemeinde lebt also in einer großen Krise. Es gibt zwar eine staatliche Versorgung mit Getreide, aber das reicht nicht aus. Tatsächlich ist unsere Gemeinde … bei der Regierung nicht registriert und daher können die Menschen keine Nahrungsmittel von der Regierung kostenlos erhalten. Das ist ein massives Problem! Denn die Menschen in der Gemeinde haben kein Geld. Wie können sie also Lebensmittel kaufen. … Jetzt haben wir mit unseren eigenen Mitteln nicht mehr viele Optionen, wie wir die Menschen in der Gemeinde unterstützen könnten. Wir geben Menschen, die sterbenskrank sind … Unterstützung. Aber wenn wir eine Unterstützung für Lebensmittel für die Gemeinde erhalten würden, wäre dies großartig für die Menschen hier.“

Wir wissen, dass diese Zeit für uns alle auch sehr schwierig ist! Aber wenn Sie dennoch etwas entbehren können, wäre es wunderbar! Spenden Sie bitte in dem Fall mit dem Spendenstichwort „Corona“ an:

XertifiX Sozialprojekte e.V.

Wir sammeln das Geld und schicken es direkt an unsere Partner in Indien. Sie werden das Geld für Lebensmittel für die Bedürftigen in dieser Corona-Krise verwenden. Das Geld kommt zu 100 % bei den Bedürftigen an.

Wir danken von Herzen!

2020-05-12T09:05:54+02:0006.05.2020|

Beste Bewertung für XertifiX bei Siegelklarheit

Wir freuen uns sehr, dass nach den Anstrengungen der vergangenen 24 Monate XertifiX für das PLUS-Siegel die höchste Bewertung erhalten hat. Auf dem Portal der Bundesregierung heißt es zu unserem Siegel:

„Sehr gute Wahl! Dieses Siegel erfüllt besonders hohe Anforderungen in den Bereichen Glaub­würdigkeit und Soziales.“

Damit ist XertifiX Plus das einzige Siegel für Natursteine, das als „Sehr gut“ eingestuft wird.

Unser Standard-Siegel erhält die Einstufung „Gute Wahl! Dieses Siegel erfüllt besonders hohe Anforderungen im Bereich Glaub­würdigkeit und unsere Anforderungen im Bereich Soziales.“

Die Bundesregierung vergleicht auf ihren Internetportalen „Siegelklarheit“ und „Kompass Nachhaltigkeit“ die Siegel von unterschiedlichen Produktgruppen und gibt Verbrauchern und Beschaffern in den Kommunen Orientierung innerhalb der Fülle unterschiedlicher Siegel.

Siehe: Unser XertifiX Standard Label auf Siegelklarheit
Siehe: Unser XertifiX Plus Label auf Siegelklarheit

Hier sehen Sie eine Einschätzung aller Siegel im Vergleich: Bewertung aller Naturstein-Siegel auf Siegelklarheit

2020-05-15T09:19:40+02:0028.04.2020|

XertifiX-Schirmherr und ehemaliger Vorsitzender Dr. Norbert Blüm gestorben

Wir trauern um unseren Schirmherrn und ehemaligen Vorsitzenden Dr. Norbert Blüm (21. Juli 2935 – 23.04.2020). Norbert Blüm war Mitbegründer von XertifiX und prägte unseren Verein in den ersten Jahren maßgeblich.

Auf seiner Reise nach Indien im Jahr 2008, gemeinsam mit dem damaligen XertifiX Geschäftsführer Benjamin Pütter deckte er auf, dass Kinder in Steinbrüchen arbeiteten und er forderte Maßnahmen um Kinderarbeiter zu schützen und zu rehabilitieren sowohl in Indien als auch durch deutsche Importeure.

Einschneidend war die Klage von Grabsteinimporteuren gegen Norbert Blüm, Sie hatte zum Ziel, dem Verein zu untersagen gegen Grabsteine aus Kinderarbeit vorzugehen. Mit finanziert wurde die Klage vom mächtigen indischen Grabsteinverband IMMA. Dies machte deutlich, dass sich Norbert Blüm in seinem Kampf für Fairness und Gerechtigkeit – gerade auch für Rechtlose – auch mit mächtigen Gegnern anlegte, wenn dies nötig war.

Wir danken Norbert Blüm für sein unermüdliches Engagement für XertifiX, für seinen Einsatz gegen Kinderarbeit und für die am meisten Benachteiligten. Er wird uns fehlen!

Ingrid Sehrbrock (Vorsitzende), Ulrich Meinecke (2. Vorsitzender), Walter Schmidt (Geschäftsführer)

Fotostrecke zum Gedenken an Dr. Norbert Blüm

2020-04-28T10:05:54+02:0024.04.2020|

Grabsteine in NRW: Runderlass zur Umsetzung des Bestattungsgesetzes

Die Landesregierung hat einen neuen Runderlass herausgegeben, in dem unter anderem fesgelegt wird, dass Grabsteine, „die vor dem 1. Januar 2020 in das Bundesgebiet eingeführt wurden, werden nicht zertifiziert und können ohne Siegel aufgestellt werden. Es muss jedoch ein Nachweis über den Zeitpunkt der Einfuhr erbracht werden.“ Alle Grabsteine, die nach diesem Datum aus Indien, China, Vietnam oder den Philippinen importiert werden, benötigen ein Zertifikat von XertifX oder einer anderen akkreditierten Zertifizierungsstelle.

Siehe: Runderlass

2020-05-18T08:33:16+02:0024.03.2020|

Wird Kinderarbeit in Indien im Namen von UNICEF geleugnet?

Mehr als ein Jahr lang hat die renommierte Journalistin Petra Sorge mit anderen Journalisten zum Thema Kinderarbeit in Indien recherchiert. Sie untersuchten dabei den Naturstein- und den Teppichsektor. Lobbyverbände in Indien haben sich durch Studien intensiv des Eindruckes zu erwehren versucht, dass es in ihren Industriezweigen Kinderarbeit geben könnte. Das Bemerkenswerte: Diese Berichte wurden unter dem Namen von UNICEF veröffentlicht.

Die Berichte hatte die indische „Kinderrechtskommission“ NCPCR in Auftrag gegeben, beteiligt waren vier Bundesstaaten, aus denen auch deutsche Steineimporteure ihre Waren beziehen. Die Berichte behaupten, dass die Granitindustrie „komplett mechanisiert“ sei. Alle Prozesse seien derart gestaltet, dass es „keinen Raum für händische Arbeit gibt, vor allem nicht für Kinderarbeit“. XertifiX hat schon früher aufgedeckt, dass solche Behauptungen aus der Luft gegriffen sind und an der Realität in Indien vorbeigehen.

Ein weiterer Kommissionsbericht erschien im Januar 2019 und spricht auch den Teppichsektor quasi von Kinderarbeit frei. UNICEF dementiert eine Beteiligung, obwohl drei UNICEF-Personen an Terminen rund um die Feldstudie dabei waren. Tatsächlich fanden die Journalisten auch hier Kinderarbeit.

Das UN-Kinderhilfswerk hat schließlich auf Anfrage der Journalisten eine Beteiligung an den Studien eingeräumt, die Kinderarbeit im Granitsektor leugnen. Da muss gefragt werden: Wie es kann sein, dass das anerkannte Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen Berichte unterstützt, in denen augenscheinlich Kinderarbeit in Industriesektoren in Indien geleugnet wird, um Lobbyarbeit zugunsten indischer Exportzweige zu betreiben?

Siehe: Im Namen von Unicef (Der Spiegel)
Siehe: How industry bodies are using the NCPCR and UNICEF to whitewash accusations of child labour (The Caravan)

2020-05-14T21:53:51+02:0001.02.2020|

Runderlass NRW: Ab 01. Januar 2020 nur neue Grabsteine mit Zertifikat

Ab dem 01. Januar 2020 ist in Nordrhein-Westfalen für neue Grabsteine eine Zertifizierungsplicht vorgesehen, wenn die Grabsteine aus Indien, China, Vietnam oder den Philippinen kommen. Dies legt ein neuer Runderlass verbindlich fest, der am 09. November 2019 veröffentlicht wurde. Bislang ist XertifiX der einzige Zertifizierer, der vom Land NRW akkreditiert worden ist.

Siehe: Runderlass

Siehe Webseite „Geltende Erlasse“: Feststellung der Funktionsfähigkeit des Zertifizierungsverfahrens nach § 4a Absatz 1 des Bestattungsgesetzes

2019-11-19T16:05:31+01:0019.11.2019|

Faktencheck: Gibt es bei Grabsteinen Kinderarbeit?

Im Kontext der Arbeit von Kindern an Grabsteinen werden immer wieder Behauptungen aufgestellt, die im Folgenden ausführlicher geprüft werden sollen:

Behauptung 1: Es gibt bei Grabsteinen überhaupt keine Kinderarbeit!

Tatsache ist:
Unangekündigte Besuche in indischen Steinbrüchen haben immer wieder gezeigt, dass dort auch Kinder an Bohrhämmern arbeiten. Dies ist in Fotos dokumentiert, unter anderem auch von einem Fotografen, der für die Süddeutsche Zeitung gearbeitet hat. (siehe: Beitrag)
Die Hochschule Düsseldorf hat zu dieser Frage zudem ein Gutachten erstellt und festgehalten, dass es bei Grabsteinen aus Indien, China, Vietnam und den Philippinen zu Kinderarbeit kommen kann. (siehe: Gutachten/Beitrag)

Behauptung 2: Kinder können gar nicht an Natursteinen in Steinbrüchen arbeiten, da es dort um tonnenschwere Rohblöcke geht, die ja viel zu schwer für Kinder seien!

Tatsache ist: Wenn diese Natursteine für Kinder zu schwer sind, dann sind sie es selbstverständlich auch für die Erwachsenen. Raffiniert: Es wird von Kinderarbeits-Experten gar nicht angenommen oder behauptet, dass die Kinder bei der Arbeit in Steinbrüchen unhebbare Natursteine stemmen müssten. Aber indem so eine fiktive Annahme aufgestellt wird, bedient man sich eines einfachen rhetorischen Kniffs: Erst die Annahme des Gegenübers so karikieren, dass sie als falsche / unsinnige Behauptung in den Raum gestellt wird, um dieser dann vehement zu widersprechen – und in unserem Kontext – damit auch die Gesamtannahme von Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen angeblich ad absurdum zu führen. Wie gesagt: Das ist nur ein rhetorischer Kniff, den es zu entlarven gilt.

Behauptung 3: Die Steinbrüche in Indien, wo Rohmaterial für Grabsteine abgebaut werden, sind hoch-industrialisiert, so dass dort keine Kinder arbeiten könnten. Die eingesetzten Maschinen in diesen Steinbrüchen sind alle zu kompliziert, als dass sie von Kindern bedient werden könnten.

Tatsache ist: Es ist richtig, dass es in Indien auch hoch industrialisierte Steinbrüche gibt – in die man ohne Einladung aber gar nicht mehr unangekündigt reinkommt (wie dort also tatsächlich gearbeitet wird, wird eigentlich keiner seriös behaupten können!). Es stimmt aber auch, dass es zahlreiche Steinbrüche in Südindien gibt, in denen „konservativ“ gearbeitet wird: mit Bohrlöchern, in die entweder Sprengladungen gefüllt werden oder die für Diamantsägen benötigt werden. Diese Löcher werden jedoch mit Presslufthämmern gesetzt – und genau an solchen Maschinen wurden immer wieder Kinderarbeiter (nach Definition der Konvention 182 der IAO) gefunden. Das ist der entscheidende Punkt.

Behauptung 4: Es kann überhaupt nicht gewährleistet werden, dass die Grabsteine bis zum Steinbruch zurückverfolgt werden können. Ein Steinmetz kann ja gar nicht jede Lieferkette kontrollieren und sicherstellen, dass dort keine Kinder gearbeitet haben.

Tatsache ist: Das muss der Steinmetz auch gar nicht selbst überprüfen. Dafür gibt es externe „Dienstleister“, die darauf spezialisiert sind.

XertifiX kontrolliert beispielsweise seit vielen Jahren Lieferketten von Natursteinen und stellt die Siegel für die Natursteine dann aus, wenn die Lieferkette bis zum Steinbruch zurückverfolgt werden kann und die Zertifizierungs-Anforderungen in den Produktionsstätten erfüllt werden. M.a.W. wenn Grabsteine mit dem XertifiX Siegel zertifiziert wurden, dann wurde auch der Steinbruch unangekündigt kontrolliert und hierdurch unter anderem sichergestellt, dass dort (zum Zeitpunkt der unangekündigten Kontrollen) keine Kinderarbeiter vorgefunden wurden. Dies ist wichtig zu wissen für die Angehörigen, die Händler und Steinmetze, die Friedhofsverwaltungen und die PolitikerInnen, die die Friedhofsgesetzgebung ändern.

Wenn Sie also in Zukunft jemandem begegnen, der behauptet, dass es bei indischen Grabsteinen gar keine Kinderarbeit geben kann, dann können Sie guten Gewissens antworten, dass dies schlichtweg Quatsch ist.

Das heißt nicht, dass indische Grabsteine immer mit Kinderarbeit produziert werden. Das wäre genauso Unsinn (und wird auch keiner seriös behaupten)! Das heißt aber sehr wohl, dass man bei indischen Grabsteinen immer durch regelmäßige und zuverlässige (!), unangekündigte (!) Kontrollen sicherstellen sollte, dass die Grabsteine tatsächlich auch nicht mit Kinderarbeit hergestellt wurden.

2019-08-22T10:50:13+02:0020.08.2019|

BMZ: Minister Müller fordert von Unternehmen Lieferkettenverantwortung

Beim 5. Zukunftsforum „Globalisierung gerecht gestalten“ hat sich Bundesminister Gerd Müller klar zur Verantwortung von Unternehmen für deren Lieferketten geäußert: „Unternehmen müssen sicherstellen, dass in Lieferketten Menschenrechte eingehalten werden.“ Dabei hebt er positiv hervor, dass mittlerweile viele Unternehmen freiwillig vorangehen. Er gibt aber auch zu bedenken, dass dies bei Weitem noch nicht ausreicht: „Wenn wir Ende des Jahres zum Ergebnis kommen, dass die freiwilligen Ansätze nicht ausreichen, werden wir die großen Unternehmen gesetzlich in die Pflicht nehmen. Am besten auf europäischer Ebene – wenn erforderlich, aber auch national. So haben wir es im Koalitionsvertrag festgelegt.“

Siehe: https://www.bmz.de/de/presse/reden/minister_mueller/2019/februar/190220_rede_zukunftsforum.html

2019-08-19T15:53:30+02:0021.02.2019|

In eigener Sache: Neuer XertifiX Standard

Wir freuen uns, den aktualisierten XertifiX Standard präsentieren zu können: Der XertifiX-Standard

In den vergangenen Monaten haben wir unseren Standard in einem aufwändigen Verfahren und unter Einbeziehung zahlreicher unterschiedlicher Anspruchsgruppen aktualisiert. Die finale Version wurde durch ein Entscheidungsgremium am 22.08.2018 beschlossen und vom XertifiX-Vorstand anschließend angenommen.

2018-09-21T09:21:24+02:0021.09.2018|