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Zum Friedensnobelpreis von Kailash Sathyarti

Ein Interview von Petra Völzing mit Benjamin Pütter

Petra Völzing: In diesem Jahr stärkt der Friedensnobelpreis die Kinderrechte. Alle reden von der jungen pakistanischen Preisträgerin Malala Yousafzai, aber auch Kailash Satyarthi aus Indien wurde geehrt, warum?
1998 GM 088
Benjamin Pütter: Malala steht mit ihrem Engagement vor allem für das Recht der Kinder auf Bildung. In der Region ist aber auch das Thema Kinderarbeit und Kindersklaverei weiterhin virulent, das hat das Nobelpreiskomitee mit bedacht. Kailash Satyarthi setzt sich seit 35 Jahren für die Abschaffung der Kinderarbeit und die Befreiung von Kindern aus Sklaverei ein.
Sicherlich spielt auch eine Rolle, dass man einen Ausgleich schaffen wollte im weiterhin schwelenden Konflikt zwischen dem muslimischen Pakistan und dem hinduistisch dominierten Indien. Man darf dabei nicht vergessen: es handelt sich hier um Atommächte.

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2019-07-03T15:54:52+02:0023.10.2014|

K. Satyarthi & M. Yousafzai bekommen Friedensnobelpreis

Wir gratulieren Kailash Satyarthi herzlich zu dieser Auszeichnung für sein großes Engagement gegen Kinderarbeit, sowie Malala Yousafzai für ihr Engagement für bessere Bildungschancen der Mädchen in ihrer Heimat. Wir gratulieren aber auch dem Nobelpreis-Komitee, dass es mit dieser Auszeichnung das Thema Kinderarbeit und deren Bekämpfung weltweit in den Fokus gebracht hat.

Kailash Satyarthi und Benjamin Pütter (Foto: Empt/MISEREOR)

K. Satyarthi / B. Pütter (Foto: Empt/MISEREOR)

Der Freiburger Kinderarbeitsexperte und XertifiX-Mitbegründer Benjamin Pütter hat 1998 gemeinsam mit Kailash Satyarthi den weltweiten „Global March against Child Labour“ initiiert und durchgeführt. Die Hauptthemen von Satyarthi waren immer die Abschaffung von Kinderarbeit in der Teppich- und Steinindustrie und in diesem Zusammenhang ist auch XertifiX e.V. gegründet worden.

B. Pütter im Interview: Friedensnobelpreis 2014
“Gesetze gegen Kinderarbeit sind sein Verdienst”

2019-07-03T15:54:53+02:0010.10.2014|

Billige Natursteine kosten Leben

Chinareise Sept. 2014 - 065Zu viele Arbeiterinnen und Arbeiter in Steinbrüchen müssen weltweit noch unter katastrophalen Bedingungen ihren Lebensunterhalt verdienen. Ihre Gesundheit wird durch gefährliche Arbeitsplätze und nicht vorhandene Schutzausrüstung massiv gefährdet. Selbst elementarste Schutzmaßnahmen fehlen. Viele arbeiten ohne Unterbrechung sieben Tage die Woche und erhalten nicht einmal den gesetzlichen Mindestlohn. Vor allem in chinesischen und indischen Natursteinproduktionsstätten führen die schlechten Arbeitsbedingungen häufig zur unheilbaren, tödlichen Lungenkrankheit (Silicosis). Viele erreichen nicht einmal das 50. Lebensjahr.

Anlässlich des heutigen Welttags für menschenwürdige Arbeit fordert XertifiX e.V., die Arbeitsbedingungen in chinesischen und indischen Natursteinproduktionsstätten nachhaltig zu verbessern. [weiter…]

2019-07-03T15:55:01+02:0007.10.2014|

Vortrag: Mit drei in den Steinbruch – und mit 30 dann am Ende

KA-316Benjamin Pütter, zweiter Vorsitzender von XertifiX, hat am Dienstagabend, dem 23.09.2014 über ausbeuterische Kinderarbeit unter anderem in Steinbrüchen Indiens berichtet. Das, was offiziell nicht sein darf, findet, so die belegbaren Erfahrungen von Pütter, dennoch statt: Unter für uns unvorstellbaren Bedingungen werden Kinder gezwungen, Steine, die auch hierzulande als Pflaster- oder Grabsteine auf den Markt kommen, zu schlagen.

Pütter zeigt auf, wie schwierig es für betroffene Familien ist, den Teufelskreis von Bildungsferne, Armut und Schwerstarbeit für Hungerlöhne zu durchbrechen und welche Möglichkeiten es für Konsumenten gibt, fair gehandelte Produkte zu erkennen.

Siehe: Mit drei in den Steinbruch – und mit 30 dann am Ende

2019-07-03T15:55:26+02:0016.09.2014|

NRW: Steinmetz-Verbände kommentieren neues Gesetz

Steinmetze bewerten das geänderte NRW-Bestattungsgesetz sehr unterschiedlich

Grabsteine (2)Fritz Sill, Geschäftsführer des Landesinnungsverbandes für das nordrheinische Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk, sieht in dem Gesetz eine „total unverhältnismäßige“ Belastung des lokalen Steinmetzes. Denn der Steinmetz könne doch nicht „Probleme in Ländern wie Indien oder China anpacken“. Damit verkennt der Geschäftsführer des Landesinnungsverbandes gänzlich die Rolle und Aufgabe von Zertifizierungsorganisationen. Denn diese übernehmen gegen eine Gebühr die Kontrolle und Sicherstellung der Einhaltung von Arbeitsbedingungen in Produktionsstätten und entlasten damit gerade Importeure bzw. geben Abnehmern wie den Steinmetzen oder anderen Endkunden die gewünschte oder vom Gesetz vorgeschriebene Sicherheit bezüglich der Arbeitsbedingungen.

Entsprechend kommt Bernd Dirks, Innungsmeister des Landesinnungsverbandes des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks Westfalen-Lippe, zu einer anderen, wesentlich realistischeren Einschätzung des neuen Gesetzes: „Wir lehnen Kinderarbeit strikt ab und begrüßen das Vorhaben für die Zukunft. Die Gesetzesänderung ist zeitgemäß und mit einem überschaubaren Aufwand für das Handwerk durchführbar. Die Einwände des Handwerks wurden berücksichtigt und daher gibt es aus meiner Sicht keinen Grund zur Klage.“

Hintergrund: Das neue Bestattungsgesetz in NRW verbietet Grabsteine aus Kinderarbeit. Grabsteine aus Ländern mit Kinderarbeit dürfen künftig nur mit einem Siegel von einer anerkannten Zertifizierungsstelle aufgestellt werden. Die Anerkennung der Zertifizierungsstellen wird von newtrade nrw, dem Büro für nachhaltige Beschaffung, übernommen. Das Gesetz tritt im Oktober in Kraft, die Regelung zur Vermeidung ausbeuterischer Kinderarbeit im Mai 2015 (wir berichteten).

Siehe: Handwerksblatt

2019-07-03T15:55:32+02:0003.09.2014|

„Das einzige Spielzeug ist ihr Hammer …“

Forum: Ausbeuterische Kinderarbeit in asiatischen Steinbrüchen
KA-316
Staublunge statt Schulbesuch? Wo Kinder zur Arbeit gezwungen werden, sind die Folgen für sie meist fatal: körperliche, nicht selten auch seelische Schäden, Analphabetismus – und keinerlei Chance, sich selbst aus dieser Situation zu befreien. In unserem Forum wollen wir uns mit den Dimensionen, Formen und Auswirkungen ausbeuterischerer Kinderarbeit in asiatischen Steinbrüchen befassen…

Am Mittwoch, 03. September 2014 hat unser zweiter Vorsitzender, Benjamin Pütter, in der Katholisch Sozialen Akademie Münster zu dem Thema vorgetragen und mit TeilnehmerInnen diskutiert.

Siehe auch: Einladungsflyer

2019-07-03T15:56:59+02:0002.09.2014|

XertifiX erinnert an Bischof Ketteler

„So aktuell wie vor 145 Jahren“
Bischof Ketteler
Anlässlich des 145. Jahrestags der Predigt zur sozialen Frage von Bischof Ketteler haben unsere Vorsitzenden, Ingrid Sehrbrock und Benjamin Pütter, auf Einladung von Tobias Schwab (Frankfurter Rundschau) der herausragenden Bedeutung dieser Predigt gedacht: Bei einer Podiumsdiskussion in der S. Nikolaus Gemeinde, Klein-Krotzenburg, haben sie an die Aktualität des Themas erinnert – gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern. Dort findet man noch heute teils katastrophale Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit vor, wie sie in Deutschland damals Anlass für Kettelers Predigt waren. Gegen solche Menschenrechtsverletzungen wendet sich XertifiX und setzt sich im asiatischen Natursteinbereich für verbesserte Arbeitsbedingungen und gegen Kinderarbeit ein. Gerade Christen hätten die Pflicht, die Erde gerechter zu machen, so Pfarrer Weiß von St. Nikolaus. Der faire Handel ist dafür ein sehr probates Mittel.

Siehe auch: Zeitungsartikel

Klein-Krotzenburg 01 klein 50_50

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
v.links: Bixi Scheffler, Tobias Schwab, Ingrid Sehrbrock, Benjamin Pütter

2019-07-03T15:55:55+02:0025.07.2014|

„Kinderarbeit löst keine Probleme, sondern schafft neue!“

Presseerklärung von Ingrid Sehrbrock, Vorsitzende von XertifiX e.V.
Zur Legalisierung von Kinderarbeit in Bolivien:

image003 Ingrid Sehrbrock„Kinderarbeit löst keine Probleme, sondern schafft neue“, erklärt die Vorsitzende des Vereins XertifiX e.V., der sich gegen Kinderarbeit in Steinbrüchen engagiert und den in Steinbrüchen arbeitenden Eltern zu besseren Arbeitsbedingungen verhelfen will. „Kinder, die arbeiten müssen, versäumen die Schule und erhalten natürlich keine Ausbildung. Damit wird sogar der Grundstein für das Arbeiten der nächsten Kindergeneration gelegt, und das Problem bleibt wie ein Stein am Rollen. Wer Kinderarbeit legalisiert, und sei es nur durch Ausnahmeregelungen, zementiert die bestehenden ungerechten Verhältnisse.“

Ihre Eltern müssen mit beklagenswert niedrigen Löhnen zurechtkommen und arbeiten überlang unter krank machenden Bedingungen. Geltende Gesetze bezüglich Arbeitszeiten und Löhnen werden nicht eingehalten. So ist es den Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern unmöglich, sich aus widrigsten Lebensbedingungen zu befreien.

Wer den Menschen in Bolivien wirklich helfen will, muss auch dort für existenzsichernde Mindestlöhne sorgen, die regelmäßig angepasst und wirklich gezahlt werden. An diesem Ziel müssen die Verantwortlichen festhalten, auch wenn es heute noch so visionär klingen mag.

Es hat sich gezeigt, dass dazu Arbeitgeber, Gewerkschaften, NGOs und staatliche Stellen an einem Strang ziehen müssen. Häufig fehlen hier das Knowhow, Kooperationsbereitschaft, entsprechende Strukturen und der feste Wille, die unwürdigen Lebens- und Arbeitsbedingungen wirklich verändern zu wollen. Dann ist Kinderarbeit gar kein Thema mehr.

Download: Pressemitteilung vom 04. Juli 2014

2019-07-03T15:56:32+02:0004.07.2014|

NRW: Bestattungsgesetz verbietet Grabsteine aus Kinderarbeit

Grabsteine (2)Das neue Bestattungsgesetz in NRW verbietet Grabsteine aus Kinderarbeit. Grabsteine aus Ländern mit Kinderarbeit dürfen künftig nur mit einem Siegel von einer anerkannten Zertifizierungsstelle aufgestellt werden. Die Anerkennung der Zertifizierungsstellen wird von newtrade nrw, dem Büro für nachhaltige Beschaffung, übernommen. Das Gesetz tritt im Oktober in Kraft, die Regelung zur Vermeidung ausbeuterischer Kinderarbeit im Mai 2015.

Siehe: Bestattungsgesetz NRW

2019-07-03T16:09:27+02:0003.07.2014|

Welttag gegen Kinderarbeit: Interview mit B. Pütter

Anlässlich des Welttags gegen Kinderarbeit gibt unser 2. Vorstandsvorsitzender Herr Benjamin Pütter dem Saarländischen Rundfunk ein Interview. Er erläutert die Situation der Kinder in der indischen Natursteinindustrie: Diese Form der Kinderarbeit führe nicht nur zu einem dramatischen Sinken der Lebenserwartung. Sie führe auch zu einer Endlosschleife der Armut. Wer als Kind arbeiten musste statt Lesen und Schreiben zu lernen, dessen Kinder werden auch wieder arbeiten müssen. Der einzige Weg daraus sei Bildung, so Pütter. Aus dem Grund setzt sich auch XertifiX Sozialprojekte e.V. neben anderen mit Schulprojekten für die Kinder am Rande von Steinbrüchen ein.

Siehe: Unsere Pflastersteine – hergestellt von Kindern

Junge beim Steineklopfen

2019-07-03T16:09:33+02:0012.06.2014|
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